Die Ausbildung

Die Ausbildung ist ein langer und kostenintensiver Prozess. Um Sie auf die Ausbildung etwas vorbereiten zu können, haben wir die 3 Stationen der Ausbildung aufgeführt...

Vor der Ausbidung

FORMULARE, FORMULARE... ...davon bleibt auch der Erwerb des Führerscheins leider nicht verschont. Anmeldung bei der Fahrschule Für die Anmeldung zum Führerschein sind folgende Unterlagen notwendig: Personalausweis Ein evtl. schon vorhandener Führerschein Betrag für Grundgebühr und Lehrmittel Mit der Fahrschule wird ein Ausbildungsvertrag geschlossen. Sie erhalten eine Kopie. Sollten Sie noch nicht volljährig sein, müssen Ihre Eltern den Ausbildungsvertrag, schließen - diesen also auch unterschreiben. Die Fahrschule wird Ihnen beim Ausfüllen des Führerscheinantrages „Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis“ helfen. Dieser ist ist bei der zuständigen Behörde (Straßenverkehrsamt oder Ordnungsamt) einzureichen. Der Führerscheinantrag Beim Führerschein handelt es sich in der Amtssprache um einen "Verwaltungsakt". Daher sind einige Formalitäten zu erledigen, bevor die Prüfung abgelegt und der Führerschein ausgehändigt werden kann. Die Bearbeitung der Anträge durch die Behörden dauert nicht selten einige Wochen. Erledigen Sie daher diese Formalitätengleich zu Beginn der Ausbildung, damit genügend Zeit zur Verfügung steht. Die Zulassung zur Prüfung kann erst dann erfolgen, nachdem der Antrag bearbeitet wurde und bei der Prüfstelle (TÜV / DEKRA) vorliegt. Dies kann ca. 4-6 Wochen dauern. Der Antrag muss bei der zuständigen Behörde gestellt werden. Die zuständige Behörde ist  - je nach Region  - entweder das "Straßenverkehrsamt" oder das "Ordnungsamt". Bei Fragen zum Ablauf steht Ihnen Ihre Fahrschule selbstverständlich zur Verfügung. Folgende Unterlagen müssen dem Antrag beigefügt werden Ein aktuelles Passbild (ohne Kopfbedeckung). Eine Bescheinigung über „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“. Bei der Fahrschule erhält man Informationen, wo und wie diese Kurse durchgeführt werden. Diese Bescheinigung ist zeitlich nicht begrenzt, sollte aber regelmäßig wiederholt werden, um in Notfällen Hilfe leisten zu können. Sehtestbescheinigung, Diese wird vom Augenoptiker, Augenarzt oder einer anderen amtlich anerkannten Sehteststelle durchgeführt. Für die Fahrerlaubnisklassen C und D benötigen Sie zusätzlich: Eine ärztliche Bescheinigung über körperliche und geistige Eignung Augenärztliche Untersuchung (der Sehtest reicht hier nicht aus). Für die Fahrerlaubnisklasse D benötigen Sie zusätzlich: Eine zusätzliche Untersuchung (betriebs- oder amtsärztliches Gutachten) oder alternativ ein medizinisch - psychologisches Gutachten. Die Fahrschule kennt die Ärzte in Ihrer Umgebung, die diese Untersuchung durchführen. Die Kosten für den Führerschein DAS LIEBE GELD... Die Gesamtkosten für den Führerschein setzen sich aus mehreren Einzelpositionen zusammen. Grundgebühr (Verwaltung und Theorie) Fahrstunden (Übungsfahrten, sog. Stadtfahrten und Grundfahraufgaben) Sonderfahrten (Autobahn-, Überland-, und Nachtfahrten) Vorstellung zur Prüfung (Theorie und Praxis) Lehrmaterial (Fragebögen und Lehrbücher) Der Fahrlehrer muss so viele Fahrstunden mit dem Schüler absolvieren, wie der Fahrschüler benötigt, um sein Fahrzeug zu beherrschen und sich damit sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Investieren Sie in ein paar Fahrstunden mehr und damit in Ihre Sicherheit. Mit freundlicher Unterstützung © DEGENER Verlag GmbH • Hannover • www.degener.de
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Während der Ausbildung

THEORIE, DIE BASIS FÜR DIE PRAXIS Die wichtigsten Bedingungen und Besonderheiten der Teilnahme am Straßenverkehr werden im theoretischen Unterricht vermittelt. Nicht alle Situationen, die sich im Straßenverkehr ereignen, können in der Praxis geübt werden. Um einen Überblick über die wichtigsten Verkehrszeichen und -regeln zu bekommen, ist es sinnvoll, mit der theoretischen Ausbildung zu beginnen und die gelernten Fertigkeiten dann in der praktischen Ausbildung anzuwenden. Die Theorie ist in zwei inhaltliche Hauptbereiche eingeteilt. Grundstoff: allgemeiner Teil, den jeder Fahrschüler besuchen muss. Zusatzstoff: spezifischer Teil, der speziell auf die Führerscheinklasse zugeschnitten ist. Stufenausbildung DAS PRINZIP DES "TREPPENSTEIGENS" Die Führerscheinausbildung ist nach dem Prinzip „vom Einfachen zum Schweren“ aufgebaut und somit in verschiedene Stufen unterteilt. Unabhängig von der Führerscheinklasse. Jeder Fahrschüler muß die einzelnen Stufen durchlaufen. Grundstufe In der Grundstufe lernen Sie zunächst das Fahrzeug kennen. Die wichtigsten Bedienungseinrichtungen werden erklärt. Die ersten Schritte sind "Gas geben", "schalten" und "bremsen". Aufbaustufe Das Fahrzeug wird im einfachen Verkehr bewegt. Der Fahrschüler übt einfache Schritte wie blinken, sich richtig einzuordnen und abzubiegen. In der Aufbaustufe trainieren Sie bereits einige [Grundfahraufgaben], die Bestandteil der Prüfung sind. Leistungsstufe Die Verkehrssituationen werden schwieriger. In dieser Stufe müssen Sie lernen, Vorfahrtregeln und Verkehrszeichen zu beachten und die anderen Verkehrsteilnehmer beobachten. Auch die Fahrzeugeinrichtungen sollten Sie am Ende sicher und selbständig bedienen können. Sonderfahrten Nachdem das Fahrzeug sicher in schwierigeren Situationen geführt werden kann, stehen nun die [Sonderfahrten] (Autobahn-, Überland-, und Nachtfahrten) auf dem Plan. Für die Führerscheinklassen L und M sind jedoch keine Sonderfahrten vorgeschrieben. Reifestufe In dieser abschließenden Ausbildungsstufe geht es darum, selbständig und sicher zu fahren. Dabei sind auch schwierige Aufgaben im dichten Verkehr selbständig zu meistern. Zudem müssen Sie nach Wegweisern fahren können, Gefahren rechtzeitig erkennen und vorausschauend fahren. Auch energiesparende Fahrweise und defensives Fahren werden geübt. Wichtig ist dabei, sich sicher und flüssig im Verkehr zu bewegen. Prüfungsstufe Nun haben Sie es fast geschafft. Sie können schwierigste Situationen  selbständig, ohne Hilfestellung des Fahrlehrers, bewältigen. Ihr Fahrlehrer weist Ihnen nur noch die Strecke und ordnet Grundfahraufgaben an. Sie spielen gemeinsam die Prüfungssituation durch. Der Fahrlehrer achtet auch darauf, dass Sie als Fahrschüler in Stresssituationen "cool" bleiben. Haben Sie diese Stufe erfolgreich durchlaufen, können Sie beruhigt zur Prüfung gehen. "BESONDERE STUNDEN" Nachdem die Grundausbildung abgeschlossen ist, das Fahrzeug sicher beherrscht und auch schwierige Verkehrssituationen bewältigen werden können, dürfen Sie die besonderen Ausbildungsfahrten absolvieren. Bei den Sonderfahrten wird das Fahren in besonderen Situationen und unter schwierigen Bedingungen geübt. Schwerpunkte der Autobahnfahrten: Fahren mit hoher Geschwindigkeit Einschätzen des Abstandes bei hoher Geschwindigkeit Verkehrsbeobachtung, vorausschauendes Fahren Einfahren und Ausfahren, auch auf Parkplätze und Raststätten Überholen Befahren eines Autobahnkreuzes Gefahren bei hoher Fahrgeschwindigkeit Schwerpunkte der Überlandfahrten: Fahren mit höherer Geschwindigkeit Abbiegen von Schnellstraßen in Seitenstraßen oder Nebenstraßen Fahren in Kurven mit höherer Geschwindigkeit Überholen Vorausschauendes Fahren Gefahren erkennen Schwerpunkte der Nachtfahrten: Bedienung, Anwendung und Kontrolle der Beleuchtungseinrichtungen Verhalten bei Blendung durch Gegenverkehr Benutzung des Fernlichts Anpassen der Geschwindigkeit Erkennen von Gefahren Besonderheiten des Fahrens bei Dunkelheit Fahren außerorts und auf Autobahnen und Erkennen der Gefahren Fahren unter sich verändernden Lichtverhältnissen Die Theoretische Fahrerlaubnisprüfung Um an der theoretischen Prüfungen teilzunhemen, müssen Sie noch ein paar kleine bürokratische Hürden überwinden. Folgende Voraussetzungen gelten: Der Tag der Prüfung darf frühestens 3 Monate vor dem Erreichen des Mindestalters liegen. Die Mindeststunden an theoretischem Unterricht müssen absolviert sein Die Fahrschule muss über die Teilnahme am theoretischen Unterricht eine Ausbildungsbescheinigung ausstellen. Der Prüfauftrag muss bei der Prüfstelle (TÜV / DEKRA) eingegangen sein Die praktische Prüfung Voraussetzungen: Für die Zulassung zur praktischen Prüfung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Die theoretische Prüfung muss bereits bestanden sein. Der Tag der Prüfung darf frühestens einen Monat vor Erreichen des Mindestalters liegen. Alle besonderen Ausbildungsfahrten (Sonderfahrten) müssen absolviert sein. Die Fahrschule muss eine Ausbildungsbestätigung über die praktische Ausbildung ausgestellt haben. Was wird geprüft? "Nobody is perfect", das weiß auch der Prüfer. Kein Prüfling fährt völlig fehlerfrei. Der Prüfer muss sich aber davon überzeugen, dass der Prüfling das Fahrzeug sicher beherrscht, sowie die Verkehrsregeln und die Verkehrszeichen beachtet. Außerdem achtet der Prüfer auf umweltschonende Fahrweise. Die Prüfung findet in der Stadt, auf Landstraßen und auch auf der Autobahn statt. Die Strecke bestimmt der Prüfer. Neben der Fahrweise werden auch die Grundfahraufgaben geprüft. Bei einigen Führerscheinklassen wird auch eine Abfahrtkontrolle durchgeführt. Nach der Prüfungsfahrt muss das Fahrzeug verkehrssicher abgestellt werden. Mit freundlicher Unterstützung © DEGENER Verlag GmbH • Hannover • www.degener.de

Nach der Ausbildung - Probezeit

ZEIT DER BEWÄHRUNG Der erste Führerschein wird zunächst nur auf Probe erteilt.  Von der Probezeit-Regelung ausgenommen sind die Führerscheinklassen L, M und T. Während der Probezeit muss der Führerscheinneuling unter Beweis stellen, dass er die Verkehrsregeln kennt und sie richtig anwenden kann. Die Probezeit dauert zunächst 2 Jahre. Hat der Führerscheinneuling während dieser Zeit nicht gegen Verkehrsvorschriften verstoßen, wird der Führerschein nach 2 Jahren automatisch unbefristet gültig. Im anderen Fall und bei Verstoß gegen die Verkehrsvorschriften, ist ein Aufbauseminar (Nachschulung) zu besuchen. Alle Verstöße gegen Verkehrsvorschriften sind in einem Katalog zusammengefasst und werden nach der Schwere der Tat unterschieden. In Katalog A sind die schwerwiegenden Verstöße aufgelistet, in Katalog B die weniger schwerwiegenden. Ein Aufbauseminar wird dann fällig, wenn ein Verstoß nach Katalog A oder zwei Verstöße nach Katalog B begangen wurden. Beispiele für Verstöße nach Katalog A: Nichtbeachtung einer roten Ampel (Rotlichtverstoß) Zu schnelles Fahren (mehr als 20 km/h) Vorfahrmissachtung mit Gefährdung anderer Fahren unter Alkoholeinfluss Verbotenerweise rechts überholen außerhalb geschlossener Ortschaften Abbiegen mit Gefährdung anderer Beispiele für Verstöße nach Katalog B: verbotenes Parken auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen ungenügendes Absichern eines liegen gebliebenen Fahrzeugs mit Gefährdung anderer Fahren ohne Abblendlicht bei erheblicher Sichtbehinderung durch Nebel, Schneefall oder Regen am Tage außerhalb geschlossener Ortschaften Unbefugter Gebrauch eines Fahrzeugs Missachtung von Zeichen durch Polizeibeamte Ablauf bei Verstößen Die Probezeit dauert zunächst zwei Jahre. Nach einer Auffälligkeit nach Katalog A oder zwei Auffälligkeiten nach Katalog B ordnet die Behörde die Teilnahme an einem Aufbauseminar (Nachschulung) an. Die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre auf insgesamt 4 Jahre. Nach einer erneuten Auffälligkeit nach Katalog A oder zwei Auffälligkeiten nach Katalog B erfolgt eine schriftliche Verwarnung durch die Behörde. Die Behörde empfiehlt außerdem, innerhalb von zwei Monaten an einer verkehrspsychologischen Beratung teilzunehmen. Erfolgt wiederum eine Auffälligkeit nach Katalog A oder zwei Auffälligkeiten nach Katalog B folgt der Entzug der Fahrerlaubnis durch die Behörde. Der Führerscheinneuling hat sich nicht als geeignet erwiesen, ein Kraftfahrzeug zu führen. Warum Führerschein auf Probe? Die Unfallhäufigkeit ist bei Führerscheinneulingen sehr hoch. Obwohl junge Fahrer (bis 25 Jahre) zahlenmäßig eine kleine Gruppe darstellen sind sie zu 40% an Schwerstunfällen beteiligt. Jährlich sterben über 1200 junge Fahrer im Straßenverkehr. Aus diesen Gründen soll auffälligen Fahrern in einem Aufbauseminar eine rücksichtsvollere und risikobewußtere Einstellung vermittelt werden. Das Aufbauseminar Im Gegensatz zum Fahrschulunterricht läuft das Aufbauseminar nicht als Lehrunterricht ab, bei dem hauptsächlich der Fahrlehrer spricht. Das Aufbauseminar wird als Gruppenunterricht mit 6 bis 12 Teilnehmern abgehalten. Während dieser Sitzungen geben die Teilnehmer an, warum sie am Aufbauseminar teilnehmen. Die Ursachen für das Fehlverhalten werden diskutiert, die Probleme und Schwierigkeiten von Fahranfängern besprochen. Ziel des Aufbauseminars ist es, die Einstellung zum Verhalten im Straßenverkehr zu ändern, das Risikobewusstsein zu steigern, sowie die Gefahrenerkennung zu verbessern. Mit freundlicher Unterstützung © DEGENER Verlag GmbH • Hannover • www.degener.de